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Spitzenlast- und Veranstaltungsparken

Facility Management: Parkraummanagement » Geschäftsprozesse » Spitzenlast- und Veranstaltungsparken

Außergewöhnliche Nachfrage als geplanten Betriebszustand behandeln

Betriebsversammlungen, Schulungen, Messen, Kundentage oder große interne Veranstaltungen können innerhalb kurzer Zeit deutlich mehr Fahrzeuge an einen Standort bringen als im normalen Alltag. Die vorhandene Nutzergruppenseite nennt Eventteilnehmer bereits ausdrücklich als Nutzer eines Mobility Hubs, während Parkraumbauten Peak-Management bei hoch frequentierten Nutzungen berücksichtigen.

Was bislang fehlt, ist ein eigener Peak-Betriebsmodus.

Spitzenlasten im Parkbetrieb gezielt steuern

Veranstaltungen früh in Parkplanung integrieren

Sobald eine größere Veranstaltung geplant wird, sollte neben:

Raum, Catering und Security

auch der Mobilitätsbedarf erfasst werden.

Benötigte Informationen sind insbesondere:

  • Teilnehmerzahl,

  • Anteil externer Besucher,

  • erwartete Anreisezeit,

  • Modal Split und

  • vorhandene Regelkapazität.

Damit lässt sich erkennen, ob der normale Parkbetrieb ausreicht.

Ankunftskurve betrachten

500 Teilnehmer sind nicht automatisch ein Problem.

Kommen sie über vier Stunden verteilt, kann die bestehende Infrastruktur ausreichend sein.

Kommen 400 Fahrzeuge innerhalb von 20 Minuten, können dagegen Zufahrt und Schranken zum Engpass werden, selbst wenn genügend Stellplätze vorhanden sind.

Peak-Management muss deshalb Fläche und Durchsatz gemeinsam betrachten.

Regelparkplätze temporär anders zonieren

Für einen Veranstaltungstag können beispielsweise zusätzliche Bereiche reserviert werden für:

Besucher, Referenten, Dienstleister oder barrierefreien Bedarf.

Dafür müssen reguläre Mitarbeiter rechtzeitig wissen, welche Flächen an diesem Tag nicht verfügbar sind.

Alternative Mobilität aktiv kommunizieren

Ist absehbar, dass die Stellplatzkapazität nicht ausreicht, sollte Kommunikation vor dem Ereignis erfolgen.

Möglichkeiten sind beispielsweise:

ÖPNV-Hinweise, Shuttle, zusätzliche Fahrradangebote oder externe Park-and-Ride-Flächen.

Die beste Parksteuerung ist teilweise diejenige, die vermeidbare Pkw-Anreisen reduziert.

Temporäre Ersatzflächen vorbereiten

Bei seltenen Großereignissen kann es wirtschaftlich sinnvoller sein, temporäre Parkflächen oder externe Stellplätze zu nutzen, statt dauerhaft zusätzliche Kapazität zu bauen.

Dafür müssen geklärt sein:

  • Zufahrt,

  • Bodenbeschaffenheit,

  • Beleuchtung,

  • Weg zum Gebäude,

  • Sicherheit und

  • gegebenenfalls Shuttle.

Zusätzliche Einweisung vorsehen

Digitale Parkleitsysteme unterstützen gut im Normalbetrieb.

Bei außergewöhnlichen Besuchermengen können zusätzlich Menschen sinnvoll sein:

Einweiser, Security oder mobile Hosts.

Sie können kurzfristig auf Staus, falsche Zufahrten oder vollständig belegte Bereiche reagieren.

Ausfahrt ebenfalls planen

Viele Veranstaltungskonzepte konzentrieren sich ausschließlich auf die Ankunft.

Wenn mehrere hundert Personen gleichzeitig abreisen, können Ausfahrten, Zahlungsprozesse oder Schranken erneut Engpässe erzeugen.

Wo möglich, sollten Besucher bereits vorab so berechtigt sein, dass kein zusätzlicher Kassenprozess notwendig wird.

Interessante Daten sind:

  • maximale Belegung,

  • Rückstaulänge,

  • Einfahrtsdurchsatz,

  • Nutzerbeschwerden und

  • Nutzung alternativer Flächen.

Diese Erkenntnisse verbessern das nächste Veranstaltungskonzept.

Peak nicht mit Dauerbedarf verwechseln

Die zentrale Frage lautet:

Wie beherrschen wir wenige außergewöhnliche Nachfrageereignisse professionell, ohne unsere gesamte Parkinfrastruktur dauerhaft für den seltensten Extremtag auszulegen?

Damit wird Spitzenlastmanagement zu einer Kombination aus Prognose, temporärer Kapazität, Verkehrssteuerung und Nutzerkommunikation.