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Temporäre Sperrungen und Ersatzparkflächen

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Parkraum bleibt im laufenden Betrieb nicht vollständig verfügbar

Baustellen, Sanierungen, Veranstaltungen, Winterereignisse, Leitungsarbeiten oder technische Störungen können Stellplätze vorübergehend unbenutzbar machen. Gerade bei ohnehin hoher Auslastung kann schon die Sperrung eines einzelnen Parkdecks erhebliche Auswirkungen auf Zufahrt und Nutzerzufriedenheit besitzen.

Die bestehende Microsite behandelt Betriebs-, Instandsetzungs- und Planungsprozesse umfassend, besitzt jedoch keine eigenständige Seite für den temporären Verlust von Parkkapazität.

Temporäre Sperrungen planbar kompensieren

Sperrung als Kapazitätsänderung behandeln

Eine Baustelle, die 100 von 800 Stellplätzen benötigt, reduziert die Kapazität um 12,5 Prozent.

Diese Veränderung sollte nicht nur als Bauinformation behandelt werden.

Das Parkraummanagement muss prüfen:

  • typische Belegung,

  • betroffene Nutzergruppen,

  • Dauer,

  • notwendige Ersatzkapazität.

Damit entsteht frühzeitig ein Betriebskonzept.

Sperrflächen eindeutig definieren

Vor Beginn sollte klar sein:

welche Stellplätze, Zufahrten oder Fahrgassen nicht verfügbar sind, ab wann und bis wann.

Die Sperrung muss gleichzeitig in:

Beschilderung, Park-App, Leitsystem und gegebenenfalls Reservierungssystem abgebildet werden.

Sonst reservieren Nutzer weiterhin Stellplätze, die physisch nicht existieren.

Ersatzflächen nach Eignung bewerten

Ein freies Grundstück ist nicht automatisch ein geeigneter Parkplatz.

Zu berücksichtigen sind beispielsweise:

  • sichere Zu- und Abfahrt,

  • Fußweg,

  • Beleuchtung,

  • Boden,

  • Barrierefreiheit und

  • Konflikte mit Lieferverkehr.

Bei längeren Interimszeiträumen kann ein Shuttle sinnvoll sein.

Kritische Nutzergruppen schützen

Wird Kapazität knapp, sollten definierte priorisierte Funktionen erhalten bleiben.

Beispiele können sein:

  • barrierefreie Stellplätze,

  • Besucher,

  • bestimmte Schichtfunktionen oder

  • betriebsnotwendige Fahrzeuge.

Die allgemeine Prioritätsmatrix liefert dafür die Grundlage.

Frühzeitig kommunizieren

Kurzfristige Schilder an der Zufahrt sind bei planbaren Maßnahmen zu spät.

Nutzer sollten möglichst vorab wissen:

  • Warum wird gesperrt?

  • Wie lange?

  • Welche Alternative besteht?

  • Müssen Reservierungen angepasst werden?

Transparenz erhöht die Akzeptanz erheblich.

Bau- und Fremdfirmenfahrzeuge separat organisieren

Besonders problematisch ist, wenn eine Baustelle gleichzeitig Parkplätze sperrt und zusätzliche Firmenfahrzeuge auf die verbleibenden Flächen bringt.

Projektlogistik sollte deshalb eigene Bereiche für Baupersonal, Container und Lieferverkehr festlegen.

Nach Bauarbeiten sollte geprüft werden:

  • Markierung,

  • Beleuchtung,

  • Oberflächen,

  • Beschilderung,

  • technische Systeme und

  • Fahrwege.

Erst danach wird die Fläche wieder im Parksystem aktiviert.

Verlängerungen kontrolliert behandeln

Temporäre Sperrungen werden in der Praxis häufig länger als ursprünglich geplant.

Eine Ablaufüberwachung sollte deshalb rechtzeitig anzeigen:

Sperrfrist endet – Fläche freigeben oder Verlängerung begründen.

So bleiben digitale und physische Kapazitäten synchron.

Veränderlichen Parkraum planbar machen

Die zentrale Frage lautet:

Wie erhalten wir einen funktionsfähigen Parkbetrieb, wenn ein Teil der normalerweise verfügbaren Infrastruktur vorübergehend entfällt?

Ein standardisierter Sperr- und Ersatzflächenprozess verhindert, dass jedes Bauprojekt dieselben organisatorischen Probleme erneut improvisieren muss.